Wie viel Geld gibt es beim Persönlichen Budget? Konkrete Zahlen, Beispiele und Berechnungen nach SGB IX – verständlich und praxisnah erklärt.

Rollstuhlfahrer schaut überrascht auf hohe Zahlen beim Persönlichen Budget
Die Höhe des Persönlichen Budgets kann stark variieren – je nach individuellem Bedarf.
Die wichtigste Frage rund um das Persönliche Budget nach SGB IX ist oft:„Wie viel Geld bekomme ich eigentlich?“Genau hier beginnt die Unsicherheit.

Viele erwarten feste Beträge – aber die Realität ist anders.

Und genau das erklären wir hier klar, ehrlich und verständlich.

Grundprinzip: Das Persönliche Budget ist individuell

Das Persönliche Budget ist keine Pauschale.

Es richtet sich immer nach Ihrem individuellen Bedarf.

Die gesetzliche Grundlage ist:


§ 29 SGB IX – Persönliches Budget

Das bedeutet:

  • Ihr Bedarf wird ermittelt
  • Assistenzstunden werden festgelegt
  • Ein Budget wird daraus berechnet

Wie wird das Budget berechnet?

Die Berechnung folgt einem einfachen Prinzip:

Assistenzstunden × Stundensatz = Budget

Typische Stundensätze:

  • 15 € – 25 € (Arbeitgebermodell)
  • 25 € – 40 € (Dienstleistermodell)

Diese Werte können je nach Region und Anbieter variieren.

Konkrete Beispiele aus der Praxis

Beispiel 1: 4 Stunden Assistenz täglich

  • 4 Stunden × 30 Tage = 120 Stunden
  • 120 Stunden × 25 € = 3.000 € monatlich

→ ca. 3.000 € pro Monat

Beispiel 2: 8 Stunden Assistenz täglich

  • 8 Stunden × 30 Tage = 240 Stunden
  • 240 Stunden × 25 € = 6.000 € monatlich

→ ca. 6.000 € pro Monat

Beispiel 3: 24-Stunden-Assistenz

  • 24 Stunden × 30 Tage = 720 Stunden
  • 720 Stunden × 25 € = 18.000 € monatlich

→ bis zu 18.000 € monatlich möglich

Das zeigt:

Das Persönliche Budget kann sehr hoch sein – wenn der Bedarf besteht.

Warum gibt es so große Unterschiede?

Das Budget hängt stark ab von:

  • Art der Einschränkung
  • Selbstständigkeit im Alltag
  • Wohnsituation
  • Unterstützungsbedarf
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Deshalb gibt es keine feste Summe.

Arbeitgebermodell vs. Dienstleistermodell

Arbeitgebermodell

  • günstiger
  • mehr Geld bleibt übrig
  • aber: hoher organisatorischer Aufwand

Risiken:

  • Arbeitsrecht
  • Krankheitsausfälle
  • Lohnabrechnung

Dienstleistermodell

  • teurer
  • aber deutlich entspannter
  • keine Personalverantwortung

Empfehlung aus der Praxis:

Für viele ist das Dienstleistermodell langfristig die stabilere Lösung.

Typische Fehler bei der Budgeteinschätzung

  • Bedarf wird zu niedrig angesetzt
  • Assistenzzeiten werden unterschätzt
  • keine realistische Planung

Das führt oft dazu, dass das Budget nicht ausreicht.

Warum viele falsche Erwartungen haben

Viele Informationen im Internet sind:

  • unvollständig
  • veraltet
  • nicht praxisnah

Behörden nennen selten konkrete Zahlen.

Deshalb fehlt oft die Orientierung.

Realistische Einschätzung

Das Persönliche Budget ist:

  • kein Wunschbetrag
  • sondern eine Bedarfsleistung

Aber:

Mit guter Vorbereitung kann ein deutlich höheres Budget erreicht werden.

Wichtige weiterführende Informationen

Hier erfahren Sie, wie Sie das Budget beantragen:


Persönliches Budget beantragen – Schritt für Schritt

Und hier sehen Sie typische Fehler:


Typische Fehler beim Persönlichen Budget

Fazit

Die Höhe des Persönlichen Budgets kann stark variieren.

Von wenigen hundert Euro bis hin zu mehreren tausend Euro monatlich ist alles möglich.

Entscheidend ist immer der individuelle Bedarf.

Beratung zum Persönlichen Budget

Sie möchten wissen, wie hoch Ihr persönliches Budget sein kann?


Lassen Sie sich unverbindlich zum persönliches Budget beraten

Kurz zusammengefasst

  • Budget basiert auf Ihrem individuellen Bedarf
  • Berechnung: Stunden × Stundensatz
  • 3.000 € bis 18.000 € monatlich sind möglich
  • gute Planung entscheidet über die Höhe
  • Dienstleistermodell oft die stabilere Lösung